Die Bäckerei am
Friesen­berg­platz

Ein Gemeinschaftsprojekt für das ganze Quartier

Ein brotloses Quartier?

Das neue Quartierzentrum Friesenberg bietet bereits einiges – eine Bäckerei aber fehlt. Die FGZ-Geschäftsstelle hat in den letzten anderthalb Jahren zusammen mit der Fischer Immobilien-Verwaltung erfolglos versucht, ein Ladenlokal  an eine Bäckerei zu vermieten.

Die über 60 angefragten Bäckereien bezweifelten in der Mehrheit, dass an dem Standort genügend Umsatz generiert werden kann. Wir sind aber überzeugt, dass viele QuartierbewohnerInnen frisches, qualitativ hochwertiges Brot aus einer Bäckerei gerne kaufen würden. Eine Bäckerei, die von QuartierbewohnerInnen betrieben würde, hätte mit Unterstützung der FGZ aus unserer Sicht gute Chancen auf Erfolg.

Die Idee: eine Bäckerei als
Gemein­schafts­­projekt

Die Initianten des Projekts «Täglichbrot» – Klaus Ammann und Peter Heuss – haben Anfang Nov­ember 2018 einen Verein gegründet, der eine Bäckerei bzw. einen Bäckerei-Laden betrei­ben soll. Die aktiven Mitglieder des Vereins verpflichten sich, einen halben Tag pro Monat ohne Bezahlung in der Bäckerei zu arbeiten, sprich Brot zu verkaufen. Eine noch zu bestim­mende Bäckerei würde jeden Morgen Gipfeli, Bürli und verschie­dene Brote anliefern.

Je nach dem, wie viele Mitglieder der Verein mobilisieren kann, wird die Bäckerei in der ersten Phase nur am Morgen, z.B. von 6:30 bis 12 Uhr, oder den ganzen Tag geöffnet sein. Die Tatsache, dass ein Verein von Quartier­bewoh­nerInnen das Projekt trägt, schafft Identifikation mit dem Projekt und wird einerseits rasch für einen Mindestumsatz sorgen – die Vereins­mitglieder und bestimmt auch ihre Nachbarn und Bekannten kaufen ihr Brot in der Bäckerei ein – andererseits werden die nötigen Investitions­kosten und das damit verbundene finanzielle Risiko durch die Frei­willigen­arbeit bis zum Erreichen des Break-even auf ein Minimum reduziert.

Coop, Metzgerei und die neue Bäckerei werden voneinander profitieren und zusammen zu einem attraktiveren, vielfältigeren und gleich­zeitig sehr persönlichen Einkaufsort. Das mittelfristige Ziel ist, innerhalb eines Zeit­rahmens von 2 bis 3 Jahren die Bäckerei so zu entwickeln, dass sie sich selbst trägt.

Je nach konkreter Ertragslage und weiteren Perspek­tiven könnte nach Erreichen dieses Ziels die Freiwilligenarbeit zugunsten von regulärer Lohnarbeit reduziert werden (z.B. Sozialprojekt) oder auch vom Verein an einen Unternehmer übergeben werden.

Die Organisation

Nebst der Betriebsgruppe aus freiwilligen Verkäu­ferInnen, wird aus den Reihen der Vereins­mitglieder eine voraussichtlich ca. 3-köpfige Geschäfts­leitung bestellt, welche sich um Führung des Betriebs, Einsatzplanung, Sortimentsplanung und Einkauf, Marketing, Finanzen/Buchhaltung und administrative Aufgaben kümmert und den Verein gegenüber der FGZ wie den Lieferanten und Behörden vertritt.

Je nach Ressourcen, Bereich und Aufwand kann dafür eine Aufwandentschädigung entrichtet oder müssen externe Stellen beauftragt werden (z.B. Finanzbuch­haltung).

Nicht ohne die FGZ

Das Projekt basiert auf freiwilliger Arbeit von Quartier­bewohnerIn­nen. Zumindest in der Anfangs­phase wäre es auf Unterstützung durch die FGZ angewiesen. Damit das Projekt finanziell funktioniert, müsste das Laden­lokal dem Verein zu günstigen Konditionen zur Verfügung stehen. Auch für die Finanzierung der Anfangs­investitio­nen, wie zum Beispiel den Innen­ausbau zum Bäckerei-Ladengeschäft, ist der Verein auf die FGZ angewiesen.

Entwickelt sich der Umsatz erwartungsgemäss gut, können diese Kosten rückvergütet werden.

Der Verein ist um ergänzende Finanzierungs­möglich­keiten bemüht – Beiträge von aktiven und passiven Mitgliedern, Unterstützung durch gemein­nützige Stiftungen oder alternative Darlehens­geber, Crowd-Funding, etc.

Mehr als Brot

Die FGZ und das ganze Quartier profitiert von der Bäckerei in vielfältiger Weise. Frisches, gutes Brot entspricht einem wachsenden Bedürfnis vieler Genossen­schafterIn­nen. Die Trägerschaft durch einen Verein von QuartierbewohnerInnen macht die Bäckerei zu einem identitäts- und gemeinsinnstiftenden Projekt zugunsten des ganzen Quartiers.

Der Verein ist bestrebt, Mitglieder aus allen Siedlun­gen und Altersgruppen anzuziehen. Zudem trägt die Bäckerei zur weiteren Belebung des neuen Quartier­zentrums bei. Das hilft auch den anderen Läden und verbessert die Vermietbarkeit der gewerblichen Lokalitäten.

Das Vorgehen

In einer ersten Phase ist im November 2018 als Trägerschaft des Projekts der Verein «Täglichbrot am Friesenberg» gegründet worden. In den folgenden Wochen sind über 90 UnterstützerInnen und über 80 aktive Mitglieder sowie über 40 Juniormitglieder aus dem ganzen Quartier dem Verein beigetreten.

Motiviert durch das überwältigende Echo aus dem Quartier haben die Initianten eine Marktstudie verfasst, sowie einen Business- und einen Investitionsplan entworfen und Verhandlungen mit der FGZ geführt – mit dem Ziel, dass die FGZ dem Verein ein geeignetes Ladenlokal in der Zentrumsüberbauung am Friesenbergplatz zu tragbaren Konditionen zur Ver­fügung stellt und Hand zu einer Anschub­finan­zierung bietet.

Leider hat der Vorstand der FGZ am 25. März 2019 den Antrag des Vereins «Täglichbrot am Friesenberg» abgelehnt.

An der 1. Generalversammlung des Vereins «Täglichbrot am Friesenberg» vom 16. April 2019 hat sich die grosse Mehrheit der Anwesenden dafür ausgesprochen, das Projekt der GV der FGZ konsultativ zur Abstimmung vorzulegen. Der aktuelle Stand des Vorgehens und alle Dokumente, welche an der GV vorgestellt wurden, finden sich unter «Infos».

Wir freuen uns nach wie vor über jede Unterstützung unseres Gemeinschaftsprojekts aus dem Quartier und Beitritte zu «Täglichbrot am Friesenberg» – ob als Aktiv-, Passiv- oder Juniormitglied!

Sind Sie auch dabei?
JA, ich unterstütze das Projekt
und mache mit ...

... als Aktivmitglied

Ich möchte aktiv mitmachen und wäre bereit, maximal einen halben Tag (Morgen) pro Monat (abhängig von der Anzahl aktiver Mitglieder) im Bäckereiladen Brot zu verkaufen. Die Mitgliedschaft ist kostenlos.

... als Juniormitglied

Ich bin unter 18 Jahre alt und hätte Lust, in meinem Quartier regelmässig Brot auszuliefern (z.B. am Samstagmorgen) oder gelegentlich selber im Laden auszuhelfen – und vielleicht sogar hie und da ein feines Küchlein zum Sortiment beizusteuern. Als Juniormitglied kostet mich das keinen Rappen. Besser noch: Mit meinem Einsatz verdiene ich mir ein extra Sackgeld!

... als Passivmitglied

Ich möchte oder kann nicht regelmässig selber im Bäckerladen Brot verkaufen. Die Idee überzeugt mich aber und ich möchte das Projekt als Passivmitglied unterstützen. Mit einem jährlichen Beitrag von CHF 20.– bin ich dabei und helfe mit, das Projekt zum Laufen zu bringen. Ein freiwilliges «Aufrunden» des Jahresbeitrags ist selbstverständlich willkommen!

Weitere Infos

 

Für weitere Informationen oder bei Fragen und Anregungen zum Projekt freuen sich Klaus Ammann oder Peter Heuss über Ihre Kontaktaufnahme.